25 Jahre After Effects

"Blick zurück in die Vergangenheit" ist ja eigentlich nicht so unser Ding. Anlässlich des aktuellen Jubiläums von Adobe After Effects tun wir es ausnahmsweise trotzdem.

Über 23 Jahre Erfahrung haben wir mit dieser führenden Compositing- und Animationssoftware. Moment, vor 23 Jahren gab es eyecatcher doch noch gar nicht?!

 

Thumbnail von Title-Sequence: Ein Fall für Zwei und 25 Jahre After Effects

Titelsequenz, 30 Sek.

Standbild aus Title-Sequence: Klaus Theo Gärtner

Als After Effects ab 1995 auch in Deutschland bekannter wurde, war eyecatcher Geschäftsführer Richard Klein (seinerzeit noch Teil einer jungen Mannheimer Videoproduktion) sogleich hellauf begeistert von den Möglichkeiten dieser Software.

 

Ähnlich wie AVID beim digitalen Schnitt weitete sich die Desktop-Videorevolution nun auch auf den Motion Graphics-Bereich aus.

 

Damals wie heute kann man After Effects am treffendsten als "Photoshop für bewegte Bilder" bezeichnen. Bei animierten Grafiken und Visual Effects musste man von da an nicht mehr in sündhaft teure Spezial-Hardware investieren oder sich in Highend-Postproduktions-Häuser einmieten. Herkömmliche Desktop-Computer waren jetzt die Basis für Broadcast-taugliche Workstations.

Das erkannte auch die Firma screen:works in Wiesbaden, eine ZDF-Tochter, die sich auf TV Design und On-air-Promotion spezialisiert hatte. Als deutscher After-Effects-Pionier, wurde Richard Klein von 1996-2001 für die Animation zahlreicher Titel-Sequenzen, Trailer und Trenner namhafter ZDF-Formate verpflichtet. Eine der bekanntesten Arbeiten ist die Titelsequenz des Krimi-Dauerbrenners Ein Fall für Zwei, bzw. für den Relaunch ab Folge 150 mit Matulas drittem Partner Mathias Herrmann als Dr. Johannes Voss.

 

Standbild aus Title-Sequence: Matula und Kollege bei der Arbeit

Ein schöner Anlass, im Video ganz oben nochmals zu schauen, was Richard Klein bereits vor 20 Jahren mit After Effects animiert hat. Viel Spaß.

 

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Und hier ein Überblick, was eyecatcher in den darauffolgenden Jahren mit After Effects alles realisiert hat.



So funktionieren Videos in der Unternehmenskommunikation

Experteninterview mit Richard Klein

Experteninterview mit Richard Klein

Videos und Unternehmenskommunikation – passt das zusammen? Sehr gut sogar! Im Interview, das das Münchner Marketing-Portal Werbezunder mit unserem Geschäftsführer geführt hat, geht es um spannende Fakten, über die Unternehmens­kommunikation an sich sowie Videos als vielfältiges Medium:

http://werbezunder.de/news/unternehmenskommunikation

 

Foto © Teresa Rothwangl

 

Die Sprecher aus der Mitte des Atlantiks

Video KnowHow - entdeckt von eyecatcher

Englisch ohne störenden Akzent

Vor der Wahl eines englisch-sprachigen Sprechers steht oft die „Qual“: Soll er nach breitestem Amerikanisch oder „veeery british“ klingen? Gut, dass es da den perfekten Kompromiss gibt. Wie der klingt und wie er entstand, wird sehr gut in diesem Artikel von Alex Jacobi / sprechersprecher.de erklärt:

http://www.sprechersprecher.de/blog/mid-atlantic-sprecher

 

Schwarz-weiß-Collage aus 60 kleinen Porträt-Bildern und darüber liegendem Textfeld "sprechersprecher"

Artikel © sprechersprecher.de

 

Archivmaterial - eine ernsthafte Alternative?

Stock or not?

Stock or not?

Videomaterial aus professionellen Archiven hatte lange ein ähnlich schlechtes Image wie GEMA-freie Musik.
Dass dieses sogenannte "Stockfootage" es mittlerweile mit Hollywood-Produktionen aufnehmen kann, zeigt dieser Film.

 

Video-Thumbnail des Videos: Silhouette eines Mannes vor Großstadt, darüber in Bildmitte eine Siegel-Grafik, Aufschrift: 'Stock or not?'

© VideoBlocks, 2:11 Min.

Denn bis vor nicht allzu langer Zeit galt noch: Stockfootage? Sind das nicht diese, von dritt­klassigen Teams gedrehten, stereotypen Szenen? Oder dieses einigermaßen gute Material zu horrenden Preisen, von dem man sich maximal 1-2 Einstellungen pro Filmprojekt leisten kann?
 
Seit ein paar Jahren hat sich da viel getan. Mit Erfahrung und Gespür kann man heutzutage Filme nahezu komplett aus Stockfootage erstellen. Und das zu einem Budget, das deutlich unter dem von Selbstgedrehtem liegt - gerade, wenn es um eine Vielfalt von Schauplätzen und Darstellern geht. Viele Projekte sind sogar durch den veränderten Stockfootage-Markt erst möglich geworden.
 
Der oben eingebettete Film stellt Ausschnitte aus Hollywood-Filmen ähnlichen Stockfootage-Szenen gegenüber. Wer kann sie auseinander halten?

 

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Hier ein Beispiel aus unserer Produktion, das zu großen Teilen aus Archivmaterial besteht und diesen Präsentationsfilm zur internen Unternehmenskommunikation erst finanzierbar gemacht hat.



Auge vs. Kamera

Video KnowHow - entdeckt von eyecatcher

Von der "Linse" zum Bild

Augen und Kameras - beide erfassen Bilder. Aber tun sie das auf die gleiche Weise?

Dieser Film gibt einen Überblick über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Auge und Videokamera.

 

 

Erklärfilm, © TedEd, 4:50 Min.

Mein Name ist Sequenz, Titelsequenz

Video KnowHow - entdeckt von eyecatcher

Die 007-Vorspänne im Wandel der Zeit

Mit ihrem minimalistischen Schattenspiel und den dunklen, aber doch leuchtenden Farben, ist der mondäne Stil der 1960er-Jahre lebendig geblieben.

Dabei wirken sie keineswegs antiquiert, sondern so zeitlos wie die Cover des Jazz-Labels Blue Note oder die Möbel von Le Corbusier.

© ArtofTitle, 4:45 Min.

 
Die Geschichte der Bond-Vorspänne ist mit nur vier Designern von Kontinuität bestimmt. Vor allem Maurice Binder war der Mann, der das Titeldesign von 14 Filmen prägte. Bereits für den ersten - „Dr. No“ - fand er den richtigen Stil, denn das Wesen des Agenten 007 lässt sich auch abstrakt ausdrücken: die perfekte Balance von Eleganz und Härte.
 
Dabei könnte der Verlauf von Binders erster Präsentation vor den Bond-Produzenten das Drehbuch zu einer „Mad Men“-Folge abgeben: „Das habe ich in größter Eile entworfen, denn mir blieben nur wenige Minuten.“, erklärte er kurz vor seinem Tod 1991 in einem Interview. „Zufällig hatte ich ein paar weiße Preisschild-Aufkleber bei mir, also beschloss ich, sie als Pistolen-Schüsse über die Wand zu verteilen.“ James Bond würde durchs Bild gehen und schießen, während Blut die Leinwand herunterliefe. "Das ganze Storyboard hatte ich in zwanzig Minuten fertig, und sie sagten: ’Das sieht toll aus.’“
 
 
Aus diesem Schnellschuss wurde eines der berühmtesten, wenn nicht sogar DAS berühmteste Bond-Markenzeichen: die "Gun Barrel-Sequenz". Die Aufkleber-Schusslöcher aus Maurice Binders Präsentation wurden zu animierten, weißen Punkten, aus denen sich ein Gewehrlauf bildet, der auf 007 ausgerichtet ist. Bond kommt dem Angreifer zuvor, und nach dem die Leinwand runterlaufenden Blut erfolgt der Übergang zur „Pre-Title Action Sequence“, einem meist vom Hauptfilm unabhängigen, aktionsreichen Kurzabenteuer, das mit der „Main Title Sequence“ den Höhepunkt und Abschluss des ersten Akts eines Bond-Films findet.
 
So wie Weltpolitik und (Pop)-Kultur einen erheblichen Einfluss auf die Inhalte der Bond-Filme hatten, so hat auch der jeweilige Stand der Technik die Ästhetik der Titelsequenzen geprägt: Von den optischen Kamera-Effekten der 60er Jahre bis zum digitalen Compositing heute.
 
In ihrer kongenialen Verbindung mit den szenisch orchestrierten Songs gelten die Bond-Titelsequenzen auch als Vorläufer der Videoclip-Ästhetik des Musiksenders MTV. Da war es vielleicht nur folgerichtig, dass nach Maurice Binders Tod ab „Golden Eye“ (1995) Musikvideo-Regisseur Daniel Kleinman das begehrte Erbe als Bond-Titeldesigner antrat. Seit 1995 gestaltet er, mit einer Ausnahme, die Titelsequenzen von bisher sieben James Bond 007 Filmen.
 
Einen interessanten Einblick über 50 Jahre James-Bond-Vorspann-Ästethik bietet der oben eingebettete Clip, der bei Skyfall endet.


Filmgeschichte als Inspirationsquelle

Video KowHow - entdeckt von eyecatcher

Tim Burton: A German Expressionism Influence

Der Blick in die Filmhistorie. Nur etwas für praxisferne Wissenschaftler oder Cineasten?

Doch auch aktuelle, sehr erfolgreiche Praktiker beziehen Inspirationen aus Jahrzehnte alten Filmen und setzen sie kreativ in die heutige Zeit um.

 

Video © Rúben Dias

Nur wenige Kilometer entfernt von unseren Büro in der Kölner Südstadt befindet sich das Brühler Max Ernst Museum. In einer großen Sonderausstellung stellt dort der amerikanische Autor, Produzent und Filmregisseur Tim Burton Grafiken und konzeptionelle Vorarbeiten zu seinen oftmals bizarr anmutenden Filmen vor.

Beim Betrachten der Ausstellung hatten wir immer wieder kleine Déjà-vus: Der Gute hat sich gründlich aus dem Schränkchen der deutschen Expressionisten des frühen letzten Jahrhunderts bedient. So begegnen uns in seinen Filmen Elemente aus Nosferatu, Metropolis, Das Cabinet des Dr. Caligari und vielen anderen Klassikern.

 

Beim Nachrecherchieren im Netz sind wir auf einen schönen Film gestoßen, der diese Inspirationen Burtons seinem Werk gegenüber stellt. Was für eine Verneigung vor der Filmkunst. Und wir verneigen uns vor Tim Burton.

 

 



Wie viele Einzelbilder sind ein Film? Es kommt darauf an...

The History of Frame Rate

Bildwechselfrequenz? Gähn.

Nein - dieser Film schafft es, die wechselhafte Geschichte des Themas „Einzelbilder-pro-Sekunde“ spannend und anschaulich zu erzählen.

 

Was Sie schon immer über Seitenverhältnisse wissen wollten

The History of Aspect Ratio

Dieses Video beschreibt die Entwicklung der Bildformate von der Stummfilm-Ära über die Breitbild-Welle der 50er Jahre, bis zum Seitenverhältnis von modernen Digitalkameras.